Mehrnutzungshecken

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Vielfältige Nutzung von Bodenschutzanlagen zur nachhaltigen Produktion, zur Erosionsverminderung und zur Erhöhung der regionalen Wertschöpfung.

    Projekt gefördert vom Niederösterreichischen Landschaftsfonds

    Mehrnutzungshecken enthalten zusätzlich zu den üblichen Heckenpflanzen auch vermehrt (Wild-) obst, Nussbäume und -sträucher, Färberpflanzen, Edelhölzer/Werthölzer oder auch raschwachsende Gehölze oder Gräser, die zur Energieerzeugung genutzt werden können. Sie können durch ihre multifunktionale Nutzbarkeit eine Wertschöpfung über die einer normalen Windsschutzanlage hinaus bieten, die den Nachteil durch die Verkleinerung der Ackerfläche kompensiert und damit die derzeitigen Bedenken seitens der Landwirte reduziert. Ziel des Projekts ist es, den Nutzen der Mehrnutzungshecken für öffentliche und private Interessen zu erfassen und damit Grundlagen für die Diskussion für eventuelle Fördermaßnahmen zu schaffen.

    Im ersten Projektjahr wurde anhand von Versuchsernten neben bzw. in zwei bestehenden Pilot-Mehrnutzungshecken, die auf Anregung von Bio Forschung Austria bereits vor mehr als 10 Jahren im Weinviertel errichtet wurden, der Einfluss von Mehrnutzungshecken auf den Ertrag des Dinkels auf der benachbarten Ackerfläche gemessen und die Erntefähigkeit und der Ertrag von Kriecherln und Nüssen aus der Hecke erhoben. Der Betrieb Grand in Absdorf legte neue Windschutzanlagen, als Mehrnutzungshecken ausgeführt, an. Hier wurde zur Erfassung des Ausgangszustandes von Bio Forschung Austria ein Monitoring der Arthropoden- Biodiversität durchgeführt.

    Bei der „Organic-No-Till-Konferenz" am 25.4.2017 in Absdorf und bei der Exkursion der Donauländertagung am 27.4.2017 wurde das Projekt „Mehrnutzungshecken" interessierten Landwirten und der breiteren Öffentlichkeit vorgestellt.

    >> download Mehrnutzungshecken-Bericht