Europäisches Bodenbündnis tagt in Tulln - 6. u. 7. 05. 2010

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„Der Boden ist die Grundlage unseres Lebens. Mehr als 90% aller Nahrungsmittel
stammen aus dem Boden. Es geht darum, diesen Boden sinnvoll zu nützen und sorgsam zu
schützen" stellt Umweltlandesrat Dr. Stephan Pernkopf fest.


Bodenbündnistagung: Fruchtbare Böden

Die 9. Internationale Jahrestagung vom Bodenbündnis europäischer Städte, Kreise und Gemeinden findet diesmal in Tulln an der Donau statt. Etwa 180 Personen treffen sich zu fachlichem Austausch und informativem Rahmenprogramm. Mit dem Thema „Fruchtbare Böden - nützen und schützen" beschäftigen sich sechs Fachvorträge und vier Workshops im Tullner Rathaus. 25 Infostände von Bodenbündnispartnern zeigen ein reiches Spektrum an Angeboten und Initiativen für Umwelt- und Bodenschutz.

Die Bedeutung des Bodens als Ernährungsgrundlage ist in den Industrieländern
weitgehend in Vergessenheit geraten. Böden sind aber eine wesentliche
Lebensgrundlage des Menschen. Er produziert auf ihnen mehr als 90 Prozent aller
Nahrungsmittel, des Tierfutters und der Faserstoffe. Bodenfruchtbarkeit ist
verbunden mit einem sorgsamen Umgang mit dem Boden und einer nachhaltigen
Bewirtschaftung, die insbesondere auf die Humusbildung Rücksicht nimmt.

Damit Pflanzen wachsen können, brauchen sie eine große Zahl von Nährelementen, die sie in gelöster Form dem fruchtbaren Boden entnehmen müssen.

Die Vorträge zum Download

Die Teilnehmerliste zum Download

Die Fotos zur Tagung
Fotorechte: Abteilung Landentwicklung
Fotograf: Nadja Meister


Bodenbündnis wächst

Das Europäische Bodenbündnis (European Land and Soil Alliance, ELSA e.V.) mit Sitz in Osnabrück ist derzeit in sechs europäischen Ländern (UK, NL, D, CH, I, A) mit mehr als 100 Mitgliedern vertreten. Während der Jahrestagung werden die erste tschechische und die erste slowakische Gemeinde dem Europäischen Bodenbündnis beitreten. Antonin Okenka, Bürgermeister von Nová Lhota in den Weißen Karpaten (CZ) und sein Amtskollege Ján Tupy aus Kočovce (SK) unterzeichnen gemeinsam mit Christian Steiner, dem Vorstandsvorsitzenden der ELSA in Tulln ihre Beitrittsurkunden. Die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern wird von der Abteilung Landentwicklung der NÖ Landesregierung im Rahmen eines gemeinsam mit dem Masaryk Museum in Hodonín (CZ)
durchgeführten EU-Projektes betreut. Basis dafür sind die seit 2003 gewonnen
Erfahrungen in der Koordination der NÖ Bodenschutzaktivitäten.

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Aus Niederösterreich kommen inzwischen 64 Bodenbündnisgemeinden, eine Bodenbündnis-Modellregion und sieben weitere assoziierte Partnerorgansiationen und demnach gut die Hälfte aller europäischen Bodenbündnismitglieder! Sie arbeiten partnerschaftlich zusammen und nutzen durch Informations- und Erfahrungsaustausch die Synergien des Netzwerks.

 

Bodenerlebnistag belebt den Hauptplatz

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Parallel zur Tagung gibt es am Hauptplatz der Stadt zahlreiche Aktivitäten, die der Bevölkerung das Thema Boden auf spielerische Art näher bringen möchten. Ein „Bodenparcours" lädt zum Barfußgehen auf verschiedenen Untergründen. Kinder können Bodenboccia und Bodenmemory spielen. Kreative kommen an der Erdfarben-Malstation auf ihre Rechnung. Beim Radl-Salon gibt es Fahrräder zum Bestaunen und zum Ausprobieren.

Eine besondere Attraktion wartet auf Fußballbegeisterte. Die „Scheiberlkistn" - ein 4x2 Meter großes Minifußballfeld - wird vorgestellt und es findet auch gleich ein
Schülerturnier zum Start des 1. NÖ Nachhaltigkeitscup statt.

Die Fotos zur Aktion
Fotorechte: Abteilung Landentwicklung
Fotograf: Bernhard Kuderer, MSc

 

Exkursionstag 7. Mai

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Mit einer Exkursionen nach Michelhausen (Modellprojekt Bodenbündnis, Umsetzung in der Gemeinde) sowie zur Gartenschau „Die Garten Tulln" und der Jahreshauptversammlung schließt das Programm der Internationalen Bodenbündnistagung.

Die Fotos zum Ausflug (2. Tag)
Fotorechte: Abteilung Landentwicklung


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